logo
  • Patronage & Presenting Partner
  • Supporting Partner 2
  • Precious Parnter
  • Precious Parnter II

sponsoring_logo_mercedessponsoring_logo_stateofartsponsoring_logo_tuevsponsoring_logo_baer

sponsoring_logo_opelsponsoring_logo_elyseesponsoring_logo_fivasponsoring_logo_avdsponsoring logo bosch

sponsoring_logo_siha-messensponsoring_logo_nuernbergersponsoring_logo_milde_versleasesponsoring_logo_rheinkreisneuss

sponsoring_logo_chopardsponsoring_logo_motulsponsoring logo standoxsponsoring logo ClassicCarService


Start Archiv
Sichtbares Echo! PDF Drucken E-Mail
News - Kurzmeldungen
Montag, den 16. August 2010 um 00:00 Uhr
AddThis Social Bookmark Button

Schloss-Sanierung schreitet fort...

IMG_4704Am Schloss Dyck haben der 2. Bauabschnitt und die Schlämmarbeiten an Hochschloss und Stallhof begonnen. Das Land Nordrhein-Westfalen und der Rhein-Kreis Neuss unterstützen die Stiftung Schloss Dyck bei der Schlosssanierung.

 

Fast 1000 Jahre ist es her, als "Hermannus de Dicco" in Höhe des heutigen Hochschlosses eine einfache Befestigungsanlage errichtete. Die wehrhafte Wasserburg, die seine Nachfolger daraus machten, wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. Graf Ernst Salentin zu Salm-Reifferscheidt-Dyck war es, der im 17. Jahrhundert die heutige repräsentative Residenz mit dem Hochschloss als Vierflügelanlage aufbaute.

Zuvor schon entstanden der Stallhof sowie Reitstall, Wachstube und Brauhaus. Der sich wandelnde Zeitgeschmack und technische Errungenschaften zogen im Laufe der Jahrhunderte weitere Modernisierungen und Umbauten nach sich.

 

IMG_4705Noch bis in die 1990er Jahre diente das Schloss der Familie Salm-Reifferscheidt-Dyck als Wohnsitz. Mit Gründung der Stiftung Schloss Dyck als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur hat eine umfassende Sanierung der Gesamtanlage und eine zeitgemäße inhaltliche Neuausrichtung begonnen. Die Classic Days unterstützen seit 2006 die Stiftung Schloss Dyck bei der wirtschaftlichen Darstellung des Geschäftsbetriebs und der Schloss-Sanierung mit den ehrenamtlich veranstalteten Classic Days als Klassiker- und Motorfestival.

 

Die Classic Days als Gesamtkunstwerk von mehr als 220 freiwilligen Helfern und mehr als 80 Mitgliedern im gemeinnützigen Verein Classic Days e.V. haben sich der Erhaltung von Schlossgebäuden und Parkanlagen verschrieben.

 

Heute – und in den gerade erfolgreich stattgefundenen 5. Classic Days – sind die Sanierungs- und Baufortschritte deutlich sichtbar.

 

IMG_4706In den Jahren von 2001 bis 2003 wurden in einem ersten Bauabschnitt der Süd- und Westflügel des Hochschlosses und der Ostflügel des Stallhofes sowohl von außen als auch von innen saniert. Die repräsentativen Parterre-Räume des Hochschlosses wurden der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Im Stallhof widmet sich die ständige Ausstellung "Landschaft" der Gartenkunst des 18. und 19. Jahrhunderts.

 

In einem zweiten Bauabschnitt werden seit dem Herbst 2009 sowohl am Nord- und Osttrakt des Hochschlosses als auch am Westtrakt des Stallhofes die Außenwände, der Dachstuhl und die Dacheindeckung saniert. Balken werden ausgetauscht, Knotenpunkte und Gesimse saniert, der Dachboden erneuert und gedämmt sowie die charakteristischen Türme und Traufen am Hochschloss gänzlich neu gedeckt.

 

Mit einem Abschluss der gesamten Bauarbeiten rechnet Michael Baumeister, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft des Rhein-Kreises Neuss, bis Mitte 2011. Die nächsten Classic Days könnten dann im Jahr 2011 im vollständig sanierten Schloss stattfinden.

 

Dem verstärkten Engagement von Lutz Lienenkämper, dem ehemaligen Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, ist es zu verdanken, dass im März 2010 mit den Schlämmarbeiten an Hochschloss und Stallhof begonnen werden konnte. Nach heutigem, unter anderem auf Farbresten an den Fassaden basierenden Wissensstand und Untersuchungen des Amtes für Denkmalpflege war das Schloss im Spätbarock bereits ockerfarben verschlämmt.

 

Dieser ursprüngliche Zustand soll nun wieder hergestellt werden. "Neben optischen Aspekten bedeutet eine Verschlämmung gleichzeitig eine langfristige Substanzerhaltung", erklärt Michael Baumeister. "Die aufgebrachte Verschlämmung ist eine Verschleißschutzschicht zum Schutz des Mauerwerks". Begonnen wird mit den bereits sanierten Fassaden des ersten Bauabschnitts. Sukzessive schließen sich nach Baufortschritt des zweiten Bauabschnitts die Schlämmarbeiten an den übrigen Fassaden an. "Wir hoffen, dass die Verschlämmung zum Jahresende abgeschlossen ist", so Michael Baumeister. Der Park- und Schlossbesuch ist trotz der Bauarbeiten ungehindert möglich. Die Classic Days zeigten fast 40.000 Besuchern, daß viel getan wird, um das Schloss zu erhalten.

 

Die freiwillig erwirtschafteten Einnahmen aus den Classic Days sind aber nur ein eher bescheidener Teil der Unterstützung, die dem Schloss und der Stiftung Schloss Dyck zuteil werden: Das Land NRW sowie der Rhein-Kreis Neuss beteiligen sich im Rahmen der Städtebauförderung mit 27,4 Millionen Euro an den Sanierungsmaßnahmen in Schloss Dyck. Davon bestritten wurde bereits die zur Landesgartenschau 2002 erfolgte Sanierung des Englischen Landschaftsgartens.

 

Die Kosten des zweiten Bauabschnitts betragen voraussichtlich 4,6 Millionen Euro. Die Mittel werden zu 80 Prozent vom Land NRW und zu 20 Prozent vom Rhein-Kreis Neuss gestellt. Hinzu kommen Zuschüsse vom Bund, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Kunststiftung NRW, der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss sowie von den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe und den Freunden und Förderern von Schloss Dyck e.V.

 

Nicht zuletzt dank der Fürsprache von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke leistet der Rhein-Kreis Neuss weitere Unterstützung: Das Amt für Gebäudewirtschaft des Rhein-Kreises Neuss begleitet die gesamte Bauabwicklung in Schloss Dyck. Entsprechend dankbar zeigt sich Stiftungsvorstand Jens Spanjer für die weitreichende finanzielle und ideelle Unterstützung. "Mit Ende des zweiten Bauabschnitts haben wir die dringendsten Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen", hofft er und blickt schon weiter in die Zukunft:

 

"Mit 241000 Besuchern ist Schloss Dyck als touristisches Juwel am Niederrhein mittlerweile fest verankert. Wenn sich die Anlage ab Mitte 2011 deutlich schöner und attraktiver präsentiert, werden wir die Besucherzahlen sicherlich noch steigern können."

 

Das ockerfarben verschlämmte Schloss wird dann im Rahmen der Classic Days 2011 selber zu einem der „JEWELS IN THE PARK“ – einem weithin leuchtenden Baudenkmal, welches als Wasserschloss mit mehreren Vorburgen und seinem bedeutenden englischen Landschaftsgarten zu den wichtigen Kulturdenkmälern im Rheinland zählt.

 


RL_